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Lackreparaturen am Auto – Kratzer und Co. effektiv beheben

kleine Lackreparatur

Foto: aoo8449 / depositphotos.com

Kratzer im Lack entstehen viel schneller, als es dem Autobesitzer lieb ist. Eine kleine Unachtsamkeit beim Einparken oder die Einwirkung durch Dritte und schon ist der Lack verkratzt. Doch es gibt Mittel und Wege, um sich auf einfache sowie kostengünstige Weise selbst zu helfen.

Das kann man selbst machen

Wer ein wenig Geschick und Zeit mitbringt, kann mit einem Lackspray oder mit einem Lackstift kleine Ausbesserungen vornehmen. Diese Utensilien gibt es im Internet zum günstigen Preis. Sie sind einfach in der Anwendung und vor allem bei kaum sichtbaren Schrammen unkompliziert in der Anwendung.

Wichtig ist nur, dass sich Anwender exakt an die Vorgaben des Herstellers halten. Essenziell ist außerdem, dass die Farbe des Stiftes oder des Sprays perfekt zur Lackfarbe des Autos passt. Schon winzige Unterschiede bei der Schattierung können zu unschönen sowie auffälligen Reparaturen führen, die man mit bloßem Auge erkennt. Spätestens wenn dann das Fahrzeug wecks Weiterverkaufs oder Leasingrückgabe zur Wertermittlung durch einen KFZ Sachverständigen muss, wird einem die schlechte Reparatur zum Verhängnis.

Alternative zum Auftragen von neuem Lack in Form von Stiften oder Sprays können Autobesitzer auch ganz feine Kratzer aus der Oberfläche herauspolieren. Das klappt jedoch nur bei wirklich unauffälligen Kratzern und am besten an verdeckten Stellen.

Wer sich für die Polierpaste entscheidet, sollte sich ebenfalls genau an die Angaben des Herstellers halten. Sowohl die Vorbehandlung als auch die Nachbehandlung ist unerlässlich, damit das Ergebnis perfekt wird. Manchmal bietet es sich zudem an, den Kratzer zuerst zu polieren und danach noch einmal zu lackieren.

Wann es Sinn ergibt, zur Werkstatt zu gehen

Je tiefer der Kratzer ist, desto weniger einfach kann man diesen selbst entfernen. In der Regel wird das Blech des Fahrzeuges von mehreren Schichten Lack bedeckt. Je mehr Schichten abgetragen sind, desto tiefer ist der Kratzer.

Ist nicht nur der Lack beschädigt, sondern auch das Blech, ist der Gang zu einer Werkstatt unerlässlich. Handelt es sich um eine seltenere Farbe, kommt die Arbeit einer Lackiererei eher infrage als das Selbermachen. Die Profis vor Ort können einschätzen, welches Produkt am besten hält und wie man den exakten Farbton trifft.

In jedem Fall bietet es sich an, zuerst die Preise bei den Profis zu erfragen. Manchmal muss man Wartezeiten mit einplanen – auch das sollte die Werkstatt einem vorab am Telefon sagen.

Wenn der Schaden am Lack eindeutig durch Fremdverschulden entstanden ist, wird der Anwalt vom Unfallgegner bezahlt. Auch die Kosten für die Lackiererei oder eine Werkstatt muss die Gegenseite tragen. In diesem Fall unerlässlich: Ein professioneller KFZ-Gutachter sollte sich den Schaden ansehen und bewerten. Der KFZ Sachverständige wird im Falle eines Fremdverschuldens auch von der gegnerischen Versicherung bezahlt. Handelt es sich um einen Teilkasko-Schaden, wie er zum Beispiel durch einen Sturm entsteht, schickt die Versicherung den benötigten Gutachter.

Deshalb ist eine zeitnahe Reparatur des Lacks wichtig

Manche Fahrzeughalter sind der Meinung, dass man gerade bei älteren Autos den Schaden am Lack gar nicht oder wenigstens nicht sofort beheben muss. Manchmal scheint es auf den ersten Blick, als würde sich das Ausbessern des Kratzers in Anbetracht des Wertes eines Fahrzeuges nicht lohnen. Doch das täuscht in vielen Fällen.

Wer den Kratzer nicht reparieren lässt, der riskiert, dass Feuchtigkeit in die defekte Stelle eindringt. Die Feuchtigkeit greift das Blech an und im schlimmsten Fall entsteht Rost. Der unschöne und schädigende Rost verteilt sich weiter und richtet früher oder später immensen Schaden am Fahrzeug an.

Wenn Teile am Fahrzeug durchrosten, lässt sich das nur mit einem recht hohen Aufwand und entsprechenden Kosten beheben. Die Devise lautet daher: Wer mit Lackreparaturen zu lange wartet, der riskiert einen höheren finanziellen Verlust.

Zeit einplanen für die Reparatur

Bedenken sollten Betroffene, dass die Reparatur des Lackes einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Dieser Grundsatz gilt unabhängig davon, ob man selbst Hand anlegt oder den Wagen in eine Werkstatt bringt. Die beschädigten Teile müssen teilweise ausgebaut, abgeschliffen, gereinigt und anschließend lackiert sowie wieder eingebaut werden.

Handelt es sich um einen größeren Lackschaden, kann das Auto unter Umständen mehrere Tage nicht benutzt werden! Übrigens: Bei Fremdverschulden steht Ihnen ein Leihwagen oder ein Nutzungsausfall zu. Die tatsächliche Höhe ermittelt der KFZ Sachverständige anhand einer Tabelle, denn sie ist von Fahrzeug zu Fahrzeug verschieden.

Quelle: KFZ Sachverständiger Hannover

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