
Eine defekte Frontscheibe ist sehr ärgerlich. Obwohl von einem Defekt in der Scheibe nur in den seltensten Fällen eine große Gefahr ausgeht, kann ein Riss oder ein Loch im Sichtfeld ein Bußgeld nach sich ziehen. Auch wenn der TÜV ansteht, ist mit Problemen zu rechnen. Autofahrer haben verschiedene Möglichkeiten, mit einem Schaden in der Frontscheibe umzugehen.
Schäden an Autoscheiben werden durch verschiedene Umstände verursacht
Besonders häufig treten Glasschäden durch Steinschlag auf. Kleine Steine und Kiesel werden von vorausfahrenden Fahrzeugen hochgeschleudert und prallen auf die Windschutzscheibe. Bei hohen Geschwindigkeiten verursachen die kleinen Geschosse beim Aufprall ein Loch oder einen Riss in der Scheibe. Das Ausmaß des Schadens ist von der Höhe der Geschwindigkeit und der Größe des Objekts abhängig.
In einigen Fällen treten auch Risse in Frontscheiben auf. Diese Risse in den laminierten Scheiben sind Oberflächenschäden, die auf extreme Temperaturschäden zurückzuführen sind. Sie kommen zum Beispiel zustande, wenn das Glas im Winter mit heißem Wasser enteist wird. Auch in den Sommermonaten sind Rand- und Spannungsrisse in Frontscheiben möglich. Durch hohe Temperaturen dehnt sich das Glas aus und kann bei schnellem Herunterkühlen durch die Klimaanlage oder beim Kontakt mit Metall am Rahmen der Karosserie platzen.
Wann muss eine Frontscheibe zwingend ausgetauscht werden?
Entsteht ein Glasschaden am eigenen Fahrzeug, muss man Maßnahmen ergreifen. Je nachdem wie groß der Schaden ist und wo sich der Schaden befindet, muss die Frontscheibe ausgetauscht werden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich im Sichtfeld des Fahrers Risse oder Löcher befinden. Auch wenn sich der Glasschaden weniger als 10 cm vom Rand der Frontscheibe befindet, ist keine Reparatur der Scheibe mehr möglich.
Die Reparatur der Frontscheibe ist eine Alternative
Bei kleineren Schäden muss eine Frontscheibe nicht zwangsläufig ausgetauscht werden. Befindet sich der Glasschaden nicht im Sichtfeld des Fahrers und ist mindestens 10 cm vom Rand entfernt, kann die Scheibe repariert werden. Eine Reparatur ist aber nur erlaubt, wenn der Schaden kleiner als 2,5 cm ist. Dies entspricht der Größe einer 2-Euro-Münze.
Die Steinschlagreparatur ist recht einfach und dauert in der Werkstatt etwa 30 Minuten. Das Loch in der Scheibe wird vor der Reparatur gesäubert. Genau über dem Schaden wird eine Reparaturglocke fixiert, die ein Vakuum erzeugt. Nach dem Einfüllen des speziellen Reparaturharzes wird die Stelle mit UV-Licht gehärtet. Nach dem Härten wird das überschüssige Harz entfernt und die Scheibe gereinigt.
Die Technik in den Frontscheiben wird nach dem Tausch kalibriert
Moderne Fahrzeuge sind heutzutage mit sogenannten Fahrassistenzsystemen (FAS) ausgestattet. In den Frontscheiben dieser Fahrzeuge befinden sich daher verschiedene Sensoren und moderne Kameras. Nach dem Tausch müssen diese Frontscheiben kalibriert werden. Nur so ist es möglich, dass die eingebauten Fahrassistenzsysteme wie zuvor funktionieren. Die Versicherungen übernehmen die Kosten des Austauschs, wenn die eingebaute Technik fest in der Scheibe eingebaut ist. Die Kosten für die Kalibrierung werden nicht zwangsläufig von der Versicherungsgesellschaft übernommen.
Welche Versicherung zahlt Glasschäden am eigenen Fahrzeug?
Tritt ein Glasschaden auf der Bundesstraße oder auf der Autobahn auf, ist der Verursacher recht schwer zu ermitteln. Kommt es zu einem Riss oder einem Loch in der Scheibe, wird die Regulierung des Schadens von der Versicherung übernommen. Die Schäden sind in der Regel immer in der Teilkaskoversicherung abgedeckt. Wird die Frontscheibe ausgetauscht, bezahlt der Versicherungsnehmer nur den in der Versicherung vereinbarten Selbstbehalt. Auch die Reparatur der Scheibe wird von der Teilkasko gezahlt. Über die Kfz-Haftpflichtversicherung ist keine Abrechnung eines Glasschadens möglich.
Fazit
Zur eigenen Sicherheit sollten Glasschäden in der Frontscheibe behoben werden. Defekte an der Frontscheibe können mit Bußgeldern geahndet werden. Die Werkstätten bieten den Tausch und die professionelle Reparatur von Glasschäden an. Die Regulierung des Schadens ist in der Regel immer über die Teilkaskoversicherung möglich. Nicht alle Kosten werden von den Versicherungen übernommen.