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Welche Versicherung braucht ein Neuwagen?

Autounfall

Bei einem Autounfall ist man froh, gut versichert zu sein | Foto: achirathep via Twenty20

Eine ausreichende Versicherungsabdeckung ist bei einem Neuwagen besonders wichtig, damit er nicht im Schadensfall einen erheblichen finanziellen Verlust verursacht. Grundsätzlich wird unterschieden in Kfz-Haftpflicht, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung. Welche Versicherungen sind bei einem Neuwagen zu empfehlen?

Nichts geht ohne die Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist das absolute Minimum an Versicherungsabdeckung, die jedes Fahrzeug, das im Straßenverkehr bewegt wird, unbedingt benötigt. Sie sichert den Fahrzeughalter, beziehungsweise den von der Versicherung geschützten Fahrer, gegen Schadensansprüche außenstehender Personen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung sorgt dafür, dass bei einem Verkehrsunfall, einem Unfall mit Fußgängern oder einem Parkrempler mit beschädigter Stoßstange der Geschädigte die Kosten für den Schaden ersetzt bekommt. Hierbei sind sowohl Schäden an Fahrzeugen und Gegenständen als auch Personenschäden inbegriffen. In der Regel kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung auch für Schäden auf, die bei einem selbstverschuldeten Unfall bei den Insassen des eigenen Fahrzeugs auftreten. Ohne Kfz-Haftpflichtversicherung müsste der Fahrzeughalter oder Fahrer für diese Schäden selbst aufkommen, was bei Personenschäden in die Millionenhöhe gehen kann. Daher benötigt jeder Neuwagen eine Kfz-Haftpflichtversicherung.

Die Teilkaskoversicherung ist das sinnvolle Minimum bei einer Neuwagenzulassung

Eine Teilkaskoversicherung ist zwar freiwillig, sie stellt aber bei einem Neuwagen eine sinnvolle Zusatzoption zur Haftpflichtversicherung dar. Prinzipiell sollte ein Neuwagen neben der Haftpflicht immer mindestens über eine Teilkaskoversicherung verfügen. Die Teilkasko sichert das Fahrzeug gegen eine Anzahl von äußeren Gefahren ab. Hierzu zählen hauptsächlich Brände und Explosionen, Wildunfälle, Glasbruch und Steinschlag  (Lesetipp: Scheinwerfer richtig polieren), Diebstahl des Fahrzeugs oder von Fahrzeugteilen, Marderbisse und andere Schäden durch Tiere sowie die sogenannten Elementarschäden, unter anderem Hagel-, Blitzschlag, Sturm und Wasserschäden.

Aufgrund der hohen Anschaffungskosten eines Neuwagens ist darum eine Teilkaskoversicherung prinzipiell empfehlenswert, da bei den aufgeführten Schäden der Wertverlust einige tausend bis zehntausend Euro betragen kann, bei Luxusfahrzeugen sogar über hunderttausend Euro. Wer auf eigenes Risiko hin auf eine Teilkaskoversicherung verzichten möchte, der kann dies allerdings tun. Ein Beispiel wäre ein Neufahrzeug mit einem geringen Anschaffungswert, welches immer in der Garage geparkt wird und nur gelegentlich für kurze Fahrten benutzt wird. Das Risiko eines Diebstahls oder Wetterschadens ist hierbei vernachlässigbar. Grundsätzlich gilt: Je teurer ein Auto in der Anschaffung ist, je mehr es bewegt wird, je mehr es ungeschützt dem Wetter und anderen Risiken ausgesetzt ist, umso mehr ist der Abschluss einer Teilkaskoversicherung anzuraten.

Die Kosten für eine Teilkaskoversicherung sind abhängig von Fahrzeugmodell, vom Wohnort und von der Selbstbeteiligung. Diese gibt an, in welcher Höhe sich der Halter im Schadensfall selbst an den Reparaturkosten beteiligt.

Die Vollkaskoversicherung bietet maximalen Schutz

Die Vollkaskoversicherung gilt im Allgemeinen als Rundum-Sorglospaket. Sie deckt alle Schadensfälle einer Teilkaskoversicherung ab, bietet aber darüber hinausgehend noch umfassenderen Schutz. Die Vollkaskoversicherung übernimmt auch vom Fahrer selbst verursachte Schäden, zum Beispiel bei einem selbstverursachten Unfall mit Lackschäden. Dennoch gibt es Einschränkungen, zum Beispiel bei Fahrten unter Alkoholeinfluss. Setzt der Fahrer den Neuwagen volltrunken gegen einen Laternenpfahl, so wird auch bei einer Vollkaskoabdeckung die Versicherung die Zahlung verweigern. Gleiches gilt für Fahrer, die bei Schnee und Eis mit Sommerreifen fahren (Lesetipp: Auto winterfest machen). Und nicht zuletzt auch, wenn jemand vorsätzlich sein Auto beschädigt, um Versicherungsleistungen zu kassieren, denn dies ist ein Betrugsfall.

Weiterhin übernimmt die Vollkasko auch Schäden durch Vandalismus und andere Fahrzeugschäden, bei denen der Verursacher nicht ermittelt werden kann (Fahrerflucht). Bei Hybrid- und Elektroautos sind meist auch Akku-Schäden bis zu einer gewissen Höhe abgedeckt.

Auch für eine Vollkaskoversicherung gilt: Diese ist umso sinnvoller, je hochwertiger ein Fahrzeug ist und je größer die Risiken sind, denen es ausgesetzt ist.

Leider ist die Vollkaskoversicherung in vielen Fällen auch die teuerste Lösung. Das muss aber nicht zwingend so sein. Denn anders als die Teilkasko orientiert sich die Vollkasko auch am Schadensfreiheitsrabatt. Ist dieser bereits sehr hoch und wird das Auto in einer Region mit günstiger Regionalklasse versichert, kann eine Vollkaskoversicherung sogar günstiger ausfallen als eine Teilkaskoversicherung. Auch bei der Vollkasko gilt, dass sich Versicherungskosten durch eine höhere Selbstbeteiligung sparen lassen.

Kosten sparen mit der richtigen Versicherungsgesellschaft

Der Vergleich von Kfz-Versicherungen ist dank des Internets heute so einfach wie nie. Anhand der persönlichen Angaben und der Angaben über das Fahrzeugmodell lässt sich die Höhe der Haftpflicht-, der Teilkasko und der Vollkaskoversicherung schnell und unkompliziert online berechnen. Direktversicherer bieten heute oftmals noch günstigere Tarife als die klassischen Versicherungsgesellschaft mit Filialstruktur und stehen diesen in den Leistungen in nichts nach.

 

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