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Autoplege im Winter – Wir zeigen dir worauf du achten musst

„Der Winter naht“, so heißt es in der beliebten HBO Serie Game of Thrones. Doch der Spruch gilt auch für die reale Welt. Der nächste Winter kommt bestimmt, und gerade die kälteste Zeit des Jahres, verlangt unserem Auto am meisten ab. Angefangen von Frost, Eis, und Rollsplit bis hin zu Salz, Rost und Schnee im Innenraum. All diese Faktoren schaden unserem Auto. Deshalb müssen wir auch im Winter unser Auto regelmäßig pflegen und warten.

In diesem Ratgeber erfährst du wie du am besten vorgehst, auf welche Dinge du achten musst und welche Fehler zu vermeiden sind. Weiters geben wir dir praktische Tipps und stellen dir nützliche Produkte vor, die die Autopflege vereinfachen.


Autopflege im Winter: Warum eigentlich?

Jeder hat es schon mal erlebt. Man nutzt einen sonnigen Tag um endlich mal wieder sein Auto waschen zu können und sobald man zu Hause angekommen ist, ist das Auto wieder voller Salz und Schnee. Viele Leute denken sich dann: Warum soll ich mein Auto im Winter überhaupt waschen? Es lohnt sich doch gar nicht. Doch! Denn das ist ein Irrglaube, gerade im Winter sollte man doppelt und dreifach in die richtige Autopflege investieren. Aber warum? Im Winter muss unser Auto vielen Umwelteinflüssen standhalten, besonders der Unterboden, die Felgen und der Lack sind durch das aggressive Streusalz, betroffen. Auch Rollsplit und Steinschläge verursachen kleine Schäden am Lack und ebnen den Weg für Rost. Aber auch Gummidichtungen und Scheibenwischer nutzen sich im Winter schneller ab und werden porös. Weitere Probleme die im Winter häufig auftreten aber durch regelmäßige Pflege garnicht eintreten sind: Schwache Autobatterie, müffelnder Innenraum, zu wenig Flüssigkeit, usw. Wie du siehst lohnt es sich auf jeden Fall sein Auto auch im Winter regelmäßig zu pflegen.


Wie oft sollte man sein Auto im Winter waschen?

 

Diese Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten und ist abhängig davon wie viel man unterwegs ist und wo man das Auto parkt. Jemand der sein Auto nur für den Arbeitsweg nutzt und in einer beheizten Garage parkt muss sein Auto natürlich weniger oft reinigen als jemand der viel auf der Autobahn fährt und draussen parkt. Grundsätzlich gilt: Im Winter lieber einmal zu oft als einmal zu wenig. Denn wie schon oben erwähnt, wird das Auto in der kalten Jahreszeit am meisten beansprucht. Natürlich muss man nicht übertreiben aber als Vielfahrer sollte man sein Auto doch jede Woche einmal grob waschen und alle 2 Wochen gründlich reinigen um Salz, etc leicht entfernen zu können und Korrosionen vorzubeugen. Bei Wenigfahrern reicht eine Autowäsche alle 2-3 Wochen meist völlig aus. Das sind natürlich nur eigene Erfahrungswerte, jede Person hat ein anderes Fahrprofil. Tipp: Zur Winterzeit reicht das billigste Waschprogramm meistens vollkommen aus um groben Schmutz und Salz zu entfernen. Bei starker Verschmutzung muss man sowieso händisch nacharbeiten.


Autopflege im Winter – Wie fangen wir an?

 

Gehen wir nun zum praktischen Teil über. Leute die draussen parken, müssen, je nach Wetterlage, ihr Auto zuerst von Schnee und Eis befreien. Hierfür eignet sich ein weicher Schneebesen oder Handfeger. Arbeiten sie behutsam um mögliche Steinchen, nicht am Lack zu reiben. Auch beim frei kratzen der Scheiben muss man aufpassen. Hat man das erledigt können wir uns die Flüssigkeitsstände anschauen. Bei Flüssigkeiten besteht die Problematik des gefrierens. Befülle die Scheibenwischanlage mit einem Mix aus Wasser und Frostschutzmittel oder einem fertigen Gemisch. Auch im Kühlwasser sollte genügend Frostschutz vorhanden sein, um ein mögliches platzen der Leitungen zu verhindern. Auskunft darüber bis zu welchen Temperaturen dein Frostschutz hält gibt die Werkstatt. Autopflege im Winter: Batterie checken Im selben Zug, wenn man alle Flüssigkeiten kontrolliert hat, sollte man den Ladestatus und die Spannung der Batterie gleich mit prüfen. Denn extreme Kälte kombiniert mit vielen Kurzstrecken sind der Todfeind einer Autobatterie. Am besten prüft man die Spannung mit einem Multimeter. Die Spannung sollte im Bereich zwischen 12-13V liegen. Beträgt sie weniger sollte man sie auswechseln. Dieser Test ist jedoch nicht immer zu 100% akkurat. Wenn du nicht sicher bist oder kein Multimeter hast solltest du sicherheitshalber in die Werkstatt fahren. Besser einmal zu oft kontrolliert als später, im morgendlichen Stress ein Auto zu haben welches nicht starten will. Autopflege im Winter: Vor dem Waschen Nach dem wir nun die Batterie und die Flüssigkeiten kontrolliert haben können wir uns dem Vorbereiten vor dem Waschgang widmen. Grober Schmutz, Insekten, usw behandeln wir, sofern möglich, mit warmen Wasser. Der Vorteil dabei ist, dass der Schmutz gleich etwas aufgeweicht wird und sich später leichter entfernen lässst. Auch die Felgen können wir gleich mit etwas Felgenreiniger vorbehandeln.

 

Gegebenenfalls sind noch folgende Vorbereitungen sinnvoll:
  • Türschlösser mit einem Klebeband abdichten damit kein Wasser in das System eindringen kann.
  • Türgummis am besten mit Hirschtalg, Glyzerin, Silikonspray oder Vaseline einschmieren.
  • Türgriffe und Türschweller mit Wasser reinigen.

Autopflege im Winter: Per Hand waschen oder Waschanlage?

Ist das erledigt können wir in die nächste Waschanlage fahren, denn vielerorts ist die Autowäsche auf dem eigenen Grund verboten. In der Waschanlage können wir zwischen einer SB- Autowäsche oder der Waschstraße entscheiden. Der Vorteil der Waschstraße ist, dass auch der Unterboden mitgereinigt wird und das Auto anschließend auch noch getrocknet wird. Bei der Handwäsche hingegen haben wir den Vorteil das man selbst schwierige Stellen erreicht und nichts übersieht. Hier gibt es keine klare Empfehlung. Nach der Waschanlage bleibt in den Zwischenräumen, Ecken usw oft noch etwas Restnässe. Diese sollte man am besten mit einem saugfähigen Microfasertuch gleich aufnehmen. Autopflege im Winter: Nach dem Waschen Nachdem der Waschvorgang erledigt ist, und auch schwer zu erreichende Stellen per Hand nachgereinigt wurden und das Auto wieder trocken ist, können wir mit der Nachbehandlung beginnen.


Polieren und Versiegeln

 

Zum Polieren nehmen wir, wenn wir händisch Arbeiten spezielle Poliertücher, Microfasertücher oder eine Poliermaschine um die besten Ergebnisse zu erzielen. Zum Versiegeln im Winter empfehlen wir eine komplette Nano Versiegelung, da die Versiegelung wie eine Art Schutzschild über dem Lack wirkt. Hier muss nur darauf geachtet werden der Versiegelung genügend Zeit zum trocknen zu geben. (Ideal wäre eine trockene Garage). Aber auch Autowachs eignet sich perfekt zum Schutz im Winter. Generell gilt: Immer wenn Wasser oder ähnliches nicht mehr am Lack abperlt, sollte man die Versiegelung erneuern. Die Scheiben müssen extra versiegelt werden. Hier hat sich der Regenabweiser von Rain- X bewährt.


 

Autopflege im Winter: Innenraum
Bei der Innenraum Reinigung gehen wir ähnlich vor wie im Sommer. Plastikteile reinigen wir mit einer speziellen Cockpit Pflege damit sich diese nicht verfärben oder ausbleichen. Genauso ist es beim Leder. Bitte vorher informieren ob die Lederpflege für das in deinem Auto verwendete Leder auch geeignet ist. Versuche den Innenraum auch im Winter möglichst trocken zu halten. Velours Teppichböden können wir im Winter durch Gummimatten schützen. Aber auch diese gehören regelmäßig ausgeschüttelt. Naße Gegenstände im Auto unbedingt vermeiden. Tipp: Bereite im Kofferraum einen kleinen Kübel oder eine Wanne aus Plastik vor um naße Gegenstände wie Schneebesen, Eiskratzer, Regenschirm, usw dort abzulegen. Wenn die Gegenstände dann auftauen geben sie Wasser ab. So sammelt sich das Wasser in der Wanne und versickert nicht im Teppich. Beim Saugen kann man die Türen ruhig etwas länger offen lassen, weil die warme Luft im Auto Feuchtigkeit anzieht, welche dann entweichen kann. Das verhindert Schimmelgefahr und modrige Gerüche auf natürliche Weise.

 

 

 

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Kommentare

Martin S. 25/01/2019 um 07:01

Ich finde diesen Artikel sehr hilfreich ! Bin froh diesen gefunden zuhaben.

Freu mich schon auf mehrere solcher Artikel die ihr macht. ECHT TOLL 😉

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